Mein Standort:
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Geographisch gesehen liegt Tansania auf einem Hochplateau. Der Viktoriasee, der zweitgrößte See der Erde, liegt ca 1100 m hoch, die Serengeti ca 1000m.
Der Kilimandsharo ist mit 5950m der höchste Berg Tansanias. Seine Spitze liegt (noch) ständig unter eis und Schnee.
Die Usambara und die Pare- Berge gehören zur Ostküste Tansanias. Hier herrscht ein gesundes Klima. Der fruchtbare Boden und die regelmäßigen Regenzeiten sind Garanten für reiche Ernte. Inzwischen haben die Chinesen, weil vom Berg her ständig Wasser fließt, am Fuße der Berge große Reisfelder angelegt.
Die landschaftliche Schönheit und das Klima waren schon für die Kolonialherren der Grund, ihre Ferienhäuser hier errichten zu lassen.
Am Fuße der Berge befinden sich große Sisalplantagen. Da Sisal auf dem Weltmarkt wieder gefragt ist, wird hier heute wieder vermehrt Sisal angepflanzt.
Ebenso häufig sieht man die Kapok – Bäume. Wenn ihre Frucht platzt, quillt weiße Wolle aus ihr hervor, aus der früher Matratzen hergestellt wurden.
Eine besonderes Klima und fruchtbare Böden finden wir auch im südlichen Hochland. Der hier angebaute Kaffee ist besonders gefragt.
Im südlichen Hochland liegt der Tanganjika- See. Er ist sehr fischreich und stellt somit gute Lebensvoraussetzungen für Menschen dar.
In der Region um den Viktoriasee findet man fruchtbare Böden. Diese und zwei gute Regenzeiten sind Grund für reiche Ernten u.a. von Kochbananen, Süßbananen und Bierbananen, aber auch Süßkartoffeln, Mais, reis, Hirse und verschiedene Arten von Wurzeln (Sago oder Maniok), ca. 10 Sorten Spinat, Tomaten, Erbsen, Buschbohnen, erdnüsse, Erderbsen, Cashewnut, Kokosnuss, Paranuss usw.
Auf den Märkten findet man eine Vielzahl von Gewürzen, z.B. Zimt, Nelken und Pfeffer.
In vielen Regionen werden heute noch Heilkräuter- besonders die mit Bitterstoffen- angebaut und genutzt. Eine Pharmaindustrie hat Tansania nicht. Da man erkannt hat, dass die westliche Medizin nicht bezahlbar ist, wird die Bevölkerung angehalten, in ihren Gärten auch Heilkräuter anzubauen. Artemisia ist z.B. der Bitterstoff, mit dem man gegen Malaria kämpft.
Vor etwas 25 Jahren setzte man den Viktoriabarsch im See aus. Die Fischerdörfer am Ufer wurden entfernt und die Fischer durften nicht mehr, wie bisher, mit feinmaschigen, sondern nur noch mit schweren, großmaschigen Netzen fischen. Da die Fischer aber beim Fischen in Einbaumbooten saßen und solch schwere Netze nicht einholen können, wurde der Zivilbevölkerung das Fischen im Viktoriasee verboten. Fischt doch einmal jemand der Einheimischen, ist die Ausbeute extrem gering.
Auf dem See selbst fahren große Fischerboote. Auf ihnen wird der gefangene Fisch sofort filetiert, in Eis verpackt , in Mwanza , einem Ort südlich des Sees, entladen und per Flugzeug nach Europa gebracht. Dort essen die Menschen den Viktoriabarsch sehr gerne. Die tansanische Bevölkerung jedoch erhält keinen Viktoriabarsch. Sie bekommt den Kopf und die Gräte mit dem daran vielleicht noch hängenden Restfleisch. Dies wird in der Sonne getrocknet und auf den Märkten wieder verkauft.
Westlich des Viktoriasees erstrecken sich große Bananenhaine, östlich des Sees liegen riesige Felder für den Reisanbau.
In Tansania gibt es viele Parks:
Der Serengeti- Park ist der größte und tierreichste Park Afrikas. In ihm befindet sich der Ngorogoro- Krater, der größte Krater der Erde.
Der Ruhaha- Park
Der Lake Manyara- Park. Der See Manyara ist ein Salzsee. An seinen Ufern leben Millionen von Flamingos.
Der Mikumi- Park usw.
Tansania will keinen Massentourismus und lenkt den Tourismus aus diesem Grunde ganz gezielt. Trotzdem muss gesagt werden, dass der Kilimandscharo ein so begehrtes Reiseziel ist, dass er von Touristen überlaufen wird.
Im europäischen Winter profitieren wir vom Frischgemüse aus den Usambaara Bergen. Auch Rosen, die im Winter auf unseren Märkten und in Kaufhäusern angeboten werden, stammen aus Tansania.
Der Hafen von Dar es Salam- früher eine Bucht, in die die Schiffe nur bei Flut einlaufen konnten- ist heute so weit ausgebaut, dass mehrere Containerschiffe gleichzeitig entladen werden können.
Nördlich von Dar es Salam – Hafen des Friedens- liegt Tanga. Dieser Hafen war bereits zur damaligen Zeit groß und ist auch heute noch bedeutend. Hier verläuft die zweite Eisenbahnstrecke von Dar es Salam über Tanga nach Moshi am Kilimadscharo.
In den 60er Jahren hatten sich Uganda, Kenia und Tansania zur „East African Union“ zusammengeschlossen. Somit gab es auch ein „East African Airways“. Die Inlandflüge waren auch bei den Afrikanern sehr beliebt. Auch sie hatten entdeckt: Time is money.
Zwischenzeitlich wurde die East African Airways aufgehoben, und heute hat jedes Land seine eigene Fluggesellschaft. Den Viktoriasee kann man aber nur mit kleinen Flugzeugen überfliegen, weil der Flughafen in Bukoba nur eine kurze Landepiste hat, die nicht geteert sondern lediglich geschottert ist.